Das Internationale Komitee

VEREINTE NATIONEN EIMSBÜTTEL:

Seit Sommer 2007 gibt es ein Internationales Komitee in der Lenzsiedlung mit Vertretern aus sieben Nationen. Das Komitee will mit verschiedenen Aktivitäten die Vielfalt der unterschiedlichen Kulturen für ein nachbarschaftliches Engagement und Miteinander im Wohngebiet nutzen. Dazu gehört das Dolmetschen zwischen den Kulturen, das Entdecken der verschiedenen kulturellen und zum Teil künstlerischen Fähigkeiten. Verbunden ist dies mit dem Wunsch, diesen kunterbunten Strauß der Möglichkeiten auch nach außen darzustellen und damit Vorbild zu sein für ein gelungenes und integratives Zusammenleben.
Das internationale Komitee ist keineswegs eine geschlossene Gruppe, sondern immer auf der Suche nach neuen Mitgliedern, die ebenfalls Initiative ergreifen wollen.
Sie alle eint das Ziel, eines Tages die Vereinten Nationen Eimsbüttel zu gründen, mit Vertretern aus den über 60 Nationen.  
GRENZÜBERWINDUNG:
Erste Aktion des internationalen Komitees war ein internationales Frühstück im Mai 2008, zu dem Vertreter der lokalen Ökonomie und Politik geladen wurden, um über die Idee der Vereinten Nationen zu berichten. Hierbei ging es nicht nur darum, um Unterstützung zu bitten, sondern auch darum, ein Angebot zu unterbreiten, nämlich aus der Ressource der multikulturellen Vielfalt der Lenzsiedlung zu schöpfen.
Die Lenzsiedlung birgt in ihrer Bewohnerschaft einen unglaublich großen kulturellen Schatz. Auf Nachbarschaftsfesten wird beispielsweise das komplette Bühnenprogramm von den Bewohnern der Siedlung selbst gestaltet. Da gibt es Musiker, Tänzer, Schauspieler, Jongleure und viele andere mehr, die aus dem kulturellen Fundus ihrer Herkunftsländer schöpfen und damit für ein buntes Programm sorgen.
Lokale Wirtschaft und Politik – so das Angebot – kann sich dieses enorme Potential zunutze machen: Warum nicht einmal eine Betriebsfeier mit orientalischem Tanz oder koreanischer Folklore und einem Buffet aus 1001 Nacht?!
Erster Erfolg war das Geschenk des Tierparks Hagenbeck an die Vereinten Nationen Eimsbüttel, mit Hilfe von Freikarten einen Ausflug für Familien aus dem Quartier zu unternehmen. So konnte in den Sommerferien 2008 das internationale Komitee gemeinsam mit rund 70 Vätern, Müttern und Kindern aus der Lenzsiedlung diesen Tagesausflug organisieren.  
ÜBER SELBSTHILFE HINAUS:
Dolmetschen muss man manchmal nicht nur Sprache; auch kulturelle Unterschiede müssen beizeiten erklärt oder verdeutlicht werden. Hier bietet das Internationale Komitee erlebbare Situationen, um gegenseitiges Verstehen und Verständnis zu fördern.
Gemeinsame Feste und Veranstaltungen, zum Beispiel ein Familienausflug in den Tierpark, aber auch das Nachbarschaftsfest 2008 „Alle unter einem Dach“ mit über 1500 Besuchern, sind hierfür ein geeigneter Rahmen. So kann mit gemeinschaftlichen Aktivitäten das Gemeinwesen unabhängig von Nationalität und Hautfarbe weiter entwickelt und gefördert werden.  
BÜRGERSCHAFTLICHES ENGAGEMENT:
Die Vertreter des internationalen Komitees verstehen ihre Arbeit als bürgerschaftliches Engagement. Sie sind ehrenamtlich tätig und setzen sich als Bürger für die Belange ihrer Nachbarn und ihrer Siedlung ein.
Bei einem Besuch des bekannten Kinderbuchautoren Janosch kam das internationale Komitee zusammen, um dem Künstler bei einem gemeinsamen Spaziergang durch die Lenzsiedlung das Quartier und die positiven Aspekte einer funktionierenden Nachbarschaft vorzustellen.  



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